Zur Geschichte des Vereins

Als sich im Jahre 1911 in unserem Ort Wenholthausen nach Auflösung der freien Turnerschaft einige junge Männer der verpflichtenden Hinterlassenschaft des Turnvaters Jahn erinnerten, gründeten sie einen Turnverein. Schon bei der Gründung konnten eine Menge Anteilsscheine in Höhe von 330 Mark ausgegeben und im Kassenbuch von 1911 vermerkt werden.

Bereits wenige Jahre nach der Gründung war der Turnverein Wenholthausen durch seine guten Leistungen in der engeren und weiteren Umgebung von Wenholthausen sehr bekannt. Bis zum Jahre 1961 wurde in Wenholthausen geturnt, nachdem der Verein durch Willi Rüther mehrere Male eine Neugründung erfuhr.

Angegliedert an den Turn- und Sportverein begann in Wenholthausen im Jahre 1920 das Fussballspielen. Die Anfänge des Fussballs waren schwer. Doch die Schwierigkeiten, mangelnde Ausrüstung, fehlende Schuhe, uneinheitliche Spielkleidung, das Sportplatz- und Ballproblem konnten die Begeisterung für den Fussball nicht hemmen. Im Jahre 1924 begannen die ersten Meisterschaftsspiele. Die Mitwirkung beim wöchentlichen Training und bei den sonntäglichen Spielen schuf im Verein und der Mannschaft schon nach kurzer Zeit ein Zusammengehörigkeitsgefühl, das alle Schwierigkeiten, von denen es nicht wenige gab, vergessen ließ. Der Transport zu den Auswärtsspielen, Autos gab es kaum, wurde zu Fuss oder mit dem Fahrrad erledigt.

Gewonnene Spiele oder erlittene Niederlagen wirkten sich in der damaligen Zeit ebenso aus, wie das heute noch der Fall ist. Es herrschte entweder eitle Freude oder bittere Enttäuschung. Beides löste abends aber immer mehr oder weniger den Trunk einiger Bierchen aus.

Der Sportverein stand schon damals auf festen Füssen, er war über die Grenzen der näheren Umgebung als eine Vereinigung bekannt, deren Angebote und Austragung von Fußballspielen bei den benachbarten Sportvereinen immer offene Ohren fand. Durch den zweiten Weltkrieg wurde die bis dahin zu verzeichnende erfreuliche Entwicklung bedauerlicherweise unterbrochen. Während der Kriegszeit ruhte der Spielbetrieb und wurde 1947 erneut ins leben gerufen. Der Spielbetrieb wurde in der I. Kreisklasse begonnen und gute und weniger gute Ergebnisse wechselten einander ab. Im Jahre 1951 musste die Mannschaft absteigen und spielte bis 1956 in der II. Kreisklasse.

Im Jahre 1957 spielte die erste Mannschaft in der JJK welche im Kreis Meschede aus der Kreisklasse und der Bezirksklasse bestand. Am 17.07.1963 stellte der damalige Vorstand den Antrag zur Aufnahme in den Westdeutschen Fußballverband. Diesem Antrag wurde an 11.09.1963 stattgegeben und es wurde in der II. Kreisklasse begonnen. 1966 gelang der Mannschaft der Aufstieg in die I. Kreisklasse, wo sie sich sieben Jahre behaupten konnte. In den folgenden Jahren gab es ein ständiges Auf und Ab der Mannschaft, die heute in der I. Kreisklasse einen festen Platz hat.

Entwicklung des Schiedsrichterwesens

Mit dem Aufkommen des Fußballspieles begann auch die Schiedsrichterfrage. Das ist natürlich, denn ein Fußballspiel ohne Schiedsrichter ist kaum möglich. Aber die Schiedsrichterverhältnisse lagen in den Anfangsjahren des Fußballspieles in Deutschland ganz anders als heute.

Die Schiedsrichter galten als Funktionäre was auch in der Kleidung zum Ausdruck kam. Zivilkleidung ohne Kragen und Schlips aber mit Sportmütze. Hierdurch lag der Aktionsradius des Schiedsrichters in der Nähe der Mittellinie und viele Entscheidungen wurden aus der Ferne getroffen. Das tat dem Ansehen des Schiedsrichters keinen Abbruch, denn seine Entscheidungen genossen allgemeines Vertrauen.

Schöne alte Zeit !

Die verantwortungsvollste und schwierigste Aufgabe im Fußball fällt unzweifelhaft dem Schiedsrichter zu. Er ist ständig der Kritik der Spieler und Zuschauer ausgesetzt wie kein anderer. Um ihm seine Arbeit zu erleichtern, ist seine Entscheidung eine Tatsachenentscheidung und in der Regel unanfechtbar. Charakterstärke, Mut, Entschlossenheit, Pflichtbewusstsein, Menschenkenntnis und eine sichere Auslegung des Regelwerkes, einschließlich der Beherrschung desselben, sind die Kriterien, die ein Schiedsrichter mitbringen muss. Er sollte jedoch nicht glauben, der wichtigste Mann auf dem Spielfeld zu sein.

Das wichtigste beim Fußball ist nun einmal der Ball. Um den dreht sich alles, und sonst nichts!

27. August 2002